Wirtschaftliche und zuverlässige Fernwirklösung mit GPRS
Viele kommunale Ver- und Entsorger verfügen über eine weit verteilte Infrastruktur, bestehend aus Gebäuden, Zählerstationen, Brunnen, Pumpen und Übergabestationen. Diese Stationen enthalten diverse Mess- und Steuereinrichtungen, die zur Kontrolle und Steuerung der Einrichtung erforderlich sind. Die Daten der einzelnen Stationen müssen an zentraler Stelle zusammengefasst und ausgewertet werden, um Eingriffe vorzunehmen. Ferner ist es wichtig, Datenlücken zu vermeiden sowie eine Kostenkontrolle und Fehleranalysewerkzeuge zu haben.
Der Kreisverband für Wasserwirtschaft in Nienburg suchte aufgrund der Abkündigung der verwendeten Analogleitungen nach einer neuen Kommunikationsplattform für die Fernwirktechnik. Zusätzlich sollte die Leittechnik sowie die Protokollierung mittels Acron von Videc modernisiert werden. Die Verantwortlichen entschieden sich für ein Konzept auf GPRS/ DSL-Basis, welches nicht nur langfristig die Wirtschaftlichkeit und die Betriebssicherheit der Anlage gewährleistet, sondern auch durch Preis und Leistung überzeugte. Zudem waren die einfache Integration in das bestehende Leitsystem und das problemlose Ersetzen bestehender Automatisierungs- und Kommunikationstechnik ausschlaggebend. Cegelec setzte dieses Konzept auf Basis der Software-Komponenten von Wasserwirtschaft [1] in Nienburg suchte aufgrund der Abkündigung der verwendeten Analogleitungen nach einer neuen Kommunikationsplattform für die Fernwirktechnik. Zusätzlich sollte die Leittechnik sowie die Protokollierung mittels Acron von Videc [2] modernisiert werden. Die Verantwortlichen entschieden sich für ein Konzept auf GPRS/ DSL-Basis, welches nicht nur langfristig die Wirtschaftlichkeit und die Betriebssicherheit der Anlage gewährleistet, sondern auch durch Preis und Leistung überzeugte. Zudem waren die einfache Integration in das bestehende Leitsystem und das problemlose Ersetzen bestehender Automatisierungs- und Kommunikationstechnik ausschlaggebend. Cegelec [3] setzte dieses Konzept auf Basis der Software-Komponenten von Videc sowie der Hardware von Phoenix Contact um.
Alternative zur analogen Standleitung gesucht
Dipl.-Ing. Dieter Barelmannist Geschäftsführer der Videc GmbH in Bremen. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. |
Top-Down-Konzept optimiert KostenDie Cegelec-Lösung basiert auf einer GPRS-Kommunikation (General Packet Radio Service) über die ODP-Plattform (Open Data Port) von Videc. Sie erlaubt eine offene Kommunikation mit den Kleinsteuerungen von Phoenix Contact auf Basis des Mobilfunk-Standards GPRS. Die Datenübertragung erfolgt entweder online, in Form historischer Daten mit Zeitstempel, die zuvor in der SPS zwischengespeichert wurden, oder durch das aktive Senden von Alarmen und Meldungen der SPS. Insgesamt handelt es sich um ein Top-Down-Konzept, bei dem alle wichtigen Funktionen von der Leitzentrale gesteuert werden. Dies resultiert aus einer besseren Kommunikations- und Kostenkontrolle sowie einer Optimierung des Service-Bereichs.Flexible und kommunikative SteuerungstechnikDas Kernelement der Fernwirk-Unterstationen von Phoenix Contact bildet je eine Kleinsteuerung vom Typ ILC 150 ETH (Bild 3). Als Bestandteil des Installationssystem Inline lässt sich der Controller flexibel um die jeweils benötigte Anzahl digitaler und analoger Ein- und Ausgänge erweitern. Ferner stehen zahlreiche Funktionsklemmen, wie serielle Schnittstellen, Zähler, Temperaturregler oder Module, zum Einlesen von Positions- und Drehgebern zur Verfügung. Eine direkte Ansteuerung von Motoren oder Pumpen sowie ihre Diagnose über eine Strom-, Spannungs- und Wirkleistungsmessung sind ebenfalls möglich. Auf diese Weise können Pumpen wirkungsvoll vor einem gefährlichen Trockenlauf geschützt werden. Die Kleinsteuerung wird über die integrierte Ethernet-Schnittstelle mit der Automatisierungssoftware PC Worx gemäß IEC 61131-3 [5] parametriert und programmiert. Das Interface dient auch dem parallelen Datenaustausch mit OPC-Servern, der Kommunikation mit TCP/IP-fähigen Teilnehmern sowie dem Anschluss eines Web-Panels zur Vor-Ort-Bedienung. Über den in der Kleinsteuerung eingebauten Webserver hat Cegelec für dieses Projekt eine auf die speziellen Applikationsanforderungen abgestimmte Parametrieroberfläche entwickelt.
Plattform für offene GPRS-FernwirkkonzepteDa von der Konzeption beim GPRS eine stehende Verbindung zwischen Zentrale und Unterstation besteht, befindet sich der Open Data Port (ODP) im Online-Modus. Die Daten des Prozessabbilds werden zyklisch aus der Steuerung gelesen und via OPC-Schnittstelle im Leitsystem visualisiert, bzw. in Acron archiviert. Auf die gleiche Weise kann man von der Zentrale aus über die Visualisierung Schalthandlungen vornehmen. Die angeschlossenen Unterstationen übertragen Störungen, Alarme und Meldungen ereignisgesteuert aktiv an das Leitsystem, wo sie in der richtigen Zeitfolge gespeichert und ausgewertet werden. Mit der ODP-Technologie lässt sich darüber hinaus eine Kommunikation zwischen den einzelnen Steuerungen herstellen. Die zeitgestempelten historischen Daten sind zyklisch oder anwendergesteuert aufrufbar und über eine zertifizierte Acron- Schnittstelle in der korrekten zeitlichen Abfolge einsortierbar. Dabei wurde die Zwischenspeicherung bewusst in den sicheren Bereich des Speichers der Steuerung gelegt, um keine weiteren Hardware-Komponenten verwenden zu müssen. In der SPS hängt die Speichertiefe dann von der Menge der Variablen und dem entsprechenden Speicherzyklus ab.
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Dipl.-Ing. Joachim Pucker ist Head ofGlobal Industry Management Water/ Wastewater Treatment bei der Phoenix Contact Electronics GmbH in Bad Pyrmont. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. |
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Dipl.-Kauffrau und Abwassermeisterin Bianca Nitsch-Maskos ist Betriebsleiterin Abwasser im Kreisverband für Wasserwirtschaft Nienburg: „Alle Fernwirk-Stationen können über den in die Kleinsteuerungen integrierten Webserver applikationsspezifisch parametriert werden. Das reduzierte die Inbetriebnahmezeit erheblich.“ |
Datenübertragung via TCP/IP

Parametrieren statt programmieren
Volumenabhängige Übertragungskosten


Dipl.-Ing. Dieter Barelmann
Dipl.-Ing. Joachim Pucker ist Head of
Dipl.-Kauffrau und Abwassermeisterin Bianca Nitsch-Maskos ist Betriebsleiterin Abwasser im Kreisverband für Wasserwirtschaft Nienburg: „Alle Fernwirk-Stationen können über den in die Kleinsteuerungen integrierten Webserver applikationsspezifisch parametriert werden. Das reduzierte die Inbetriebnahmezeit erheblich.“